Hier einige Ratschläge, für die Stellvertreter des  Nikolaus; v.a. für diejenigen, die das erste Mal als Nikolaus unterwegs sind.

Tipps für den Nikolausvertreter:

I. Vorbereitung

1. Terminliste vorbereiten

2. Eltern mit einem Brief Anfang November an den Nikolausbesuch vom letzten Jahr erinnern.

3. Bei Anruf der Eltern Besuch kurz besprechen.

- es wäre schön, wenn Kinder etwas aufsagen, singen etc.könnten

- Zettel mit Stichpunkten genügt (Tadel/Lob)

- Der Nikolaus ist kein Kinderschreck und dient nicht in erster Linie der Erziehung, sondern ist ein schöner Brauch. Der Nikolaus Besuch soll bei den Kindern in guter Erinnerung bleiben.

4. Terminplanung

- wenn Liste voll ist, Termine nach Alter der Kinder, Wunschtermine und Straße ordnen.

- mit An-und Abfahrt und Besuch kalkulieren wir ca. eine halbe Stunde.

-genaue Besuchszeit den Eltern abschließend mitteilen.

 

II. Garderobe

1. Unter dem Nikolausmantel dezente Kleidung tragen (Turnschuhe & Jenas sind unpassend)

2. Kinder sehen Alles!

Deshalb: Darauf achten, dass man bei Bart und Perücke die Verschlüsse nicht sieht und alles gut sitzt (evtl. Bartkleber verwenden)

3. Als Schuhwerk eignen sich hohe, schwarze Stiefel.

4. Knecht Ruprecht könnte eine Stalllaterne tragen um im Vorausgehen zu leuchten.

5. Als goldenes Buch eignet sich ein dünner Aktenordner, den man in Goldpapier einbindet.

6. Der Nikolaus könnte u.U. auch leicht geschminkt sein (Augenbrauen weiß bzw. schwarz, Backen leicht rötlich...)

7. Der Nikolaus ist kein Santa Claus und trägt deshalb keinen schwarzen Ledergürtel um seinen Mantel sondern eine Kordel. Auf dem Kopf trägt er keine rote Zipfelmütze sondern eine Mitra.

 

III. Der Besuch

1. Vor der Türe Zettel und Geschenke von Eltern in Empfang nehmen.

2. Beim Einzug in die Wohnstube werden alle Anwesenden vom Nikolaus begrüßt.

3. Wenn Kinder ängstlich wirken, bzw. sogar weinen, gleich mit ihnen sprechen und versuchen ihnen die Angst zu nehmen.

4. Achtung: Der Nikolaus muss auf alle unverhofften Fragen der Kinder eine Antwort geben können. (Beispiele: Wo wohnst du denn?, Hast du eine Frau?, Was machst du im Sommer?...)

5. Beim Tadel: Kinder nie (!!!) bloßstellen (z.B. vor allen Anwesenden erwähnen, dass er/sie Bettnässer ist.)

6. Beim Vortrag Knecht Ruprecht mit einbeziehen. Den Kindern erklären, dass er nur der Begleiter des Nikolaus ist und die Geschenke tragen muss. (“Er tut den Kindern nichts!”)

7. Bei Tadel und Lob jedes Kind aufstehen, evtl. vorkommen lassen (wenn nicht zu ängstlich); erhöht die Aufmerksamkeit. Lob sollte zuletzt vorgetragen werden, stimmt die Kinder wieder fröhlich und ist eine gute Überleitung zur anschließenden Gabenverteilung.

8. Der Nikolaus sollte nicht alles ablesen, sondern auch  mit den Kindern sprechen.

9. Vor Gabenverteilung durch den Knecht Ruprecht, den Kindern ihre Lieder oder Gedichte vortragen lassen, sonst sind die Kinder nur noch mit ihren Geschenken beschäftigt.

10. Schlussworte des Nikolaus; beim Abschied den Kindern bzw. allen Anwesenden die Hand geben. So bleibt der Besuch bei allen in guter Erinnerung.

 

 

nikolaus@derheiligenikolaus.de